Bericht von der Wochenendfahrt nach Spa zur Youngtimer-Trophy

 

Das hatten wir uns vorgenommen: 2016 fahren wir nach Spa!

Am Donnerstag, dem 21.07. um 14.00 Uhr ging es los. Nach etwa fünfeinhalb Stunden trafen wir in Spa, genauer am Streckenabschnitt Les Combes, ein. Die Campingwiese dort wurde für die nächsten drei Tage unser zu Hause.

Freitag um 12.00 Uhr begannen die Trainings mit den Formelautos aus den 60er und 70er Jahren. Formel Ford 1600, Formel Renault, Formel Ford, aber auch leistungsgleiche Formel 1 bis 1500ccm und Formel 2 bis 1600ccm aus den entsprechenden Jahren standen hier am Start. Da es zeitweise regnete, hatten die Piloten mit ihren schmalen Reifen alle Hände voll zu tun, ihre Fahrzeuge auf dem schlüpfrigen Geläuf zu halten.

Aus den Baujahren 1964-1971 stammten die Fahrzeuge aus der „Historischen Tourenwagen und GT“ Klasse. Alfa Romeo GTA, Ford Mustang und GT 40, Porsche 908, Marcos 1800, Lotus Elan, Chevron B16, BMW 2002ti, Mercedes 280SL und viele andere nehmen die Rennstrecke von Spa unter die Räder.

Beim FHR 3-Std.-Rennen war ein Austin Healey 3000 von 1959 am Start. Weitere Teilnehmer: Alpine A110, Porsche 908, Triumpf TR4, MG B und Lancia Fulvia um nur einige zu nennen. Übrigens, FHR steht für „Fahrergemeinschaft Historischer Rennsport“.

Etwas Besonderes war der „Kampf der Zwerge“. In dieser Klasse duellierten sich NSU TT, Simca Rallye 2, Audi 50, Mini Cooper und Fiat Abarth. Hubraum max. 1300ccm, Leistung deutlich über 100 PS. Und die ließen es fliegen. Aber richtig. Sowas habe ich das letzte Mal Ende der 70er in Diepholz auf dem Flugplatzrennen gesehen.

Des Weiteren fand im Rahmenprogramm die „Ferrari Challenge“ und die „Cup und Tourenwagen Trophy“ statt. In diesen beiden Klassen waren hauptsächlich aktuelle Fahrzeuge am Start.

Das Highlight waren natürlich die beiden Rennen zur „Youngtimer Trophy“. In der Klasse bis 2000ccm jagten sich Fahrzeugen wie BMW 2002, Opel Ascona A, Ford Escort RS 1600, Golf 1GTI, Honda CRX, Suzuki Swift, Peugeot 205 und noch einige andere. In der Klasse über 2000ccm präsentierten sich Fahrzeuge wie der Porsche 911, Ford GT 40, Opel Kadett C 2,4, Morgan Plus 8, BMW M3 und 635, Mercedes 190E 2,3-16 und 500SEC und weitere Boliden aus dieser Zeit.

Der Samstag bescherte uns weitere Trainings und Qualifyings, aber auch die ersten Rennen. Da wir Fahrräder mitgenommen hatten, konnten wir die Rennen von verschiedenen Streckenabschnitten aus beobachten. Man konnte sich auch frei im Fahrerlager bewegen. Samstag und Sonntag haben wir uns dort die Autos angesehen und kamen auch sehr schnell mit den Fahrern ins Gespräch. Diese freuten sich wenn man Interesse an ihren Autos zeigte.

Naja, was soll man noch sagen. Man bekommt glänzende Augen wenn diese Autos aus der Nähe oder auf der Rennstrecke zu sehen sind. Auch die Ohren werden nicht minder verwöhnt. So eine Veranstaltung ist wirklich Balsam für Augen und Ohren. Und Sonntagsfahrer sind das alle nicht. Die wissen, wo der Anschlag des Gaspedals ist.

Da muss man unbedingt wieder hin! Vielleicht mal mit ein paar Gleichgesinnten mehr, denn wir waren diesmal nur Horst Wank und ich.

Es grüßt Helmut